»Reminder« on Tour

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Reminder »Astounding Stories in Stereo«

Astounding Stories in Stereo

Tracklisting

  1. Introduction (00:11)
  2. Contraceptive Rebellion (03:27)
  3. I just want you to know everything is OK (04:17)
  4. Heroes of our Neighbourhood (03:26)
  5. Useless Excuses (02:59)
  6. Nothing new these Days (03:21)
  7. The more you know, the less you need (03:12)
  8. You told me not to go (03:42)
  9. I'm sorry, but the princess is in another castle (04:03)
  10. If seashells console a soldier (07:01)
  11. Beneath the stars I cry the most (02:29)

Veröffentlichung: 01.11.2003

Unter mit Sternen übersätem Firmament sind seine Tränen am nassesten. "Beneath the stars I cry the most", offenbart sich Reminders Leadsänger und Gitarrist Michael Ludes. Und klagt sich dabei auch noch schonungslos an: "Kill the singer, he's a liar".

Das sind nun wirklich gute Voraussetzungen, um ein Debütalbum auf den Markt zu werfen, und ebendies haben Reminder getan. "Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit erkennen läßt." Ihren Picasso haben die vier sympathischen Jungs von der Saar gelesen, das hört man.

Rockmusik bietet ihnen die Möglichkeit zur Verschlüsselung und zur mythologischen Überhöhung psychischer Erfahrungen. Surrealismus eben. Und selbstverständlich stimmt das jetzt alles gar nicht. Aber über Musik zu sprechen ist, wie gemeinhin bekannt, wie zu Architektur tanzen.

"Astounding Stories in Stereo" heißt er, der erste Longplayer von Reminder, der mit, wie das Cover verspricht, "10 Songs plus Intro for free" alles bietet, was man von einer Rock'n'Roll-Scheibe erwartet. Aber damit nicht genug: Treibende Beats, knackiger Bass, druckvolle Gitarren, gefühlvoller Gesang, und als gemeinsamer Nenner süße Melancholie.

Aufgenommen wurde "Astounding Stories in Stereo" zusammen mit Matthias Koblé (Rescue The Anne), der das Album auch gemischt und gemastert hat, im Twilight Studio zu Illingen, wo Reminder letztes Jahr ihre 3 Songs für die "Hajduk-Split"-CD eingespielt haben. Im Gegensatz zur letzten Aufnahme haben die Jungs diesmal (für die Extra-Portion Punkrock) live eingespielt, was ihrem ersten Album mit einer gehörigen Portion Energie und Spielfreude anzuhören ist.

Ihre Scheu vor Gitarrensoli haben Reminder endgültig über Bord geworfen und hören sich auf ihrem Longplayer überraschend verspielt an. Genau wie ihre Songtitel, wobei wir wieder beim Surrealismus wären. Das Ausfüllen des Gema-Bogens war jedenfalls mit Titeln wie "I'm sorry, but the princess is in another castle" ein Heidenspaß. Rebellion wird hier zum Verhütungsmittel ("Contraceptive Rebellion"), und bei Reminder trösten Muscheln einen Soldaten ("If seashells console a soldier").

Auch wenn die Songs im Ganzen ein Guß und eine runde Sache sind, bietet "Astounding Stories in Stero" doch Überraschungen. Das wunderschöne "If seashells console a soldier" besticht von Pianissimo bis Forte Frotissimo sieben Minuten lang mit einem etwas anderen Sound. Und zu guter Letzt rundet "Beneath the stars I cry the most" die Scheibe mit einem herrlichen Akustik-Track ab.


Reviews zu Astounding Stories in Stereo

new-core.de

Zechi schreibt am 07.10.2004:

„Astounding Stories in Stereo“ heißt das Debut Album der Neunkircher Indie-Rocker von Reminder. Nach einem kurzen Intro geht es mit „Contraceptive rebellion“ gleich sehr gut los. Der Song hat einen geilen Bass Part am Anfang, ist wunderbar treibend und erinnert mich etwas an die Aachener Emo Helden von Pale. Die Songs sind gut produziert und rocken meist im Mid-Tempo munter drauf los. Für ein Debut Album ist das ganze wirklich schon sehr ausgereift und macht richtig Spass. Reminder spielen einfach verdammt rockige Songs, die auch ruhigere Momente enthalten, aber nichtsdestotrotz nie zu glatt sind. Sänger/Gitarrist Michael hat eine wirklich geile Stimme und erinnert manchmal sogar an Holger Kochs von Pale. Vor allem die erste Hälfte der Scheibe gefällt mir echt sehr gut. Mit „I just want you to know everything is ok“ und „Heroes of our Neighbourhood“ sind ihnen auch zwei richtige Hits geglückt. Die Platte läuft jetzt seit einigen Wochen immer mal wieder bei mir und kann mich immer wieder aufs Neue begeistern. Wer also auf rockigen Indie-Rock/Emo à la Pale, Ambrose oder Unfinished Sympathy steht, kann mit dieser Debut Scheibe von Reminder wirklich nichts falsch machen. Live fand’ ich die Band auf dem Rock am Bach Festival mit ihrem neuen Drummer Thomas (ex-nnp) auch ziemlich geil und die Backstage Sauferei mit Reminder und Sommerset wusste ebenfalls zu gefallen. Also checkt die Platte auf jeden Fall mal an.

in-your-face.de

Costa schreibt am 26.03.2004:

Angeblich haben sich die vier Jungs von REMINDER auf einer Infoveranstaltung des Friseurhandwerks getroffen und beschlossen die Scheren gegen Gitarre und den Rasierer gegen Schlagzeug zu tauschen. Schade, haben sie doch zeitgemäße auf der einen Seite länger als auf der anderen Frisuren. Oh, Moment. Ich will jetzt nicht den Vorwurf hören "Kennen wir, machen bestimmt Musik über Frauen und darüber das die Freunde von früher weg sind". Stilistisch lassen sich die Neunkirchner (liegt an der Saar, was bin ich für ein Held) schon in Richtung PALE klassifizieren. Aber wir wissen ja, das ist ein Kompliment und soll auch so gelten. 38 Minuten schön verzerrte Gitarren und eine verträgliche Stimme, achja Melodien und so hat die Scheibe auch. Gefällt.

Gaesteliste.de

Mathias Frank schreibt am 13.01.2004:

Sie kommen aus Neunkuirchen, scheinen große Fußball-Fans zu sein, mögen Andy Möller nicht und wollten früher mal Friseure werden. Die Reminder sind eben vier ganz normale Jungs, die seit vier Jahren Musik machen. Sie zitieren Tomte und kopieren eine ganze Menge mehr. Mal sind das Jimmy Eat World, mal die Get Up-Kids und mal sogar Muff Potter. Sie singen auf englisch, sie sind wie viele andere, haben nur wenig Eigenständigkeit, aber sind gut. Sie machen eindeutig und ganz ohne Frage den typischsten Emo und das sagen sie sogar selbst. "Astounding Stories In Stereo" ist eine gute Platte, die Songs mal mehr, mal weniger. Mal schnell, mal langsam, mal etwas lauter, mal nicht. Die Platte ist nicht langweilig, sie ist eine Best-Of-Emo-Compilation. Titel wie "I'm Sorry, But The Princess Is In Another Castle" oder "Beneath The Stars I Cry The Most" sind einfach köstlich. Reminder sind keine Delikatesse, aber wohl schmeckend. Ein knappes 1:0.

Waste Of Mind

Tito Wiesner schreibt am 13.12.2003:

Reminder kommen aus Neunkirchen, Aachen wäre als Heimatort aber mindestens ebenso passend - von der ersten Minute an erinnert das Quartett auf seinem Debütalbum nämlich an die Emo-Heroen von Pale. Da wird irgendwo zwischen Emo und Indie munter drauflos gerockt, und Melodie und Melancholie geben sich die Klinke in die Hand. Ein paar veritable Hits kommen so beinahe im Handumdrehen zustande - das eröffnende "Contraceptive Rebellion" etwa bleibt schon nach dem ersten Hören in den Ohren stecken. Auf Dauer fehlt allerdings noch ein bisschen die Abwechslung, um diese Scheibe voll und ganz überzeugen zu lassen, für ein Debüt ist "Astounding Stories in Stereo" aber durchaus beachtlich.

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